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Erneuerung und Sanierung Schanzenstraße/Kampstraße in Hamburg

Thixocrete Absenkschacht DN 3600 als Druckluftschacht
Für die Baumaßnahme der Hamburger Stadtentwässerung "Erneuerung und Sanierung Schanzenstraße / Kampstraße" wurde ein Thixorete Absenkschacht DN 3600 als Sondervorschlag für einen Stahlbeton- Absturzschacht in konventioneller Baugrube konstruiert und hergestellt.

Technische Daten DN 3600
Innendurchmesser: 3600 mm
Außendurchmesser: 4200 mm
Wandstärke: 300 mm
Schachtrohrfuge ausgebildet als Vortriebsverbindung mit Stahlmanschette 275 x 14 mm in wetterfestem Stahl und gekammerter Gleitringdichtung
Gewicht 9,15 t/m
Schwerstes Einzelteil 33 t bei Baulänge 3,60 m

Aufgabenstellung
Dieses im Absenkverfahren direkt neben dem vorhandenen Isebek-Stammsiel eingebaute Schachtbauwerk erfüllte nachfolgend beschriebene
technische Anforderungen:

Statische Bedingungen
Bemessung des Bauwerkes für eine Gesamttiefe von 16,50m
Bemessung und Auftriebsnachweis für einen Außenwasserdruck von ca 12 m im Bauzustand und einen Wasserdruck von ca. 15,50 für den Endzustand sowie Berücksichtigung von Lasten aus mehrstöckiger Bebauung in unmittelbarer Nähe
Innendruck 1 bar aus Druckluftbetrieb

Ausbildung als Absenkschacht
Für die große Absenktiefe von über 12 m aus der örtlichen Baugrube mit ca. 4,30 m Tiefe und schwierigen Bodenverhältnissen wurde eine speziell ausgebildete Schneidenausbildung mit Stahlschneide und Überschnitt ausgebildet.
Bentonitleitungssysteme zur Reduzierung der Mantelreibung während des Absenkvorganges
Zugfeste Verbindungen zwischen den Schachtteilen

Ausbildung zu Druckluftschacht:
Installation einer kombinierten Personen- und Materialschleuse mit 1 bar Druckluft.
Hierfür wurden werkseitige Verankerungssysteme aus GEWI-Stahl und Ankerplatten für Verschweißungen vorgesehen um die Schachtfugen zugfest für 1 bar Innendruck zu verbinden.

Zielschacht für den ankommenden Vortrieb DN 1200
Lagegenauer werkseitiger Einbau einer gebogenen Stahlplatte 2200x2750 mit Aussteifungen für die geplante Durchfahrung und nachträgliche Verschweißung mit Rohraußen-Stahlmantel

Herstellung des Überganges zum Isebek-Stammsiel aus dem Schacht DN 3600 heraus
Lagegenauer werkseitiger Einbau einer gebogenen Stahlplatte 2500 x 3200 mit Aussteifungen für die geplante Verbindung zum Isebek-Stammsiel mit einen Stahlrohr DN 1800 im Schutz einer HDI Stabilisierung zwischen Stammsiel und Schachtbauwerk.

Der Absenkschacht ist endgültiges Bauwerk
Nach Fertigstellung der Anschlüsse wird das Bauwerk nach den Vorschriften der Hamburger Stadtentwässerung ausgebaut zu einem Absturzschacht ( Absturzhöhe ca 4 m).
Die Betoninnenflächen werden mit nachträglichem Korrosionsschutz aus GfK verkleidet.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Einbaufirma mit Ihrem Know How und besonderen Spezialtiefbaufähigkeiten und dem Werk mit seinem Interesse, technisch anspruchsvolle Spezialtiefbauprodukte herzustellen, ließ die Idee diese Sondervorschlages erfolgreich gelingen.

Ausführende Firma:
Hans Lemme
Hoch-, Tief- und Stahlbetonbau GmbH & Co
Berlin
320 m Rohrvortrieb DN 1200
Herstellung des Schachtes DN 3600
Anschluss an das Isebek-Stammsiel
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